Montag 8. Okt. 2018

 

30 Jahre Mercurius Kolleg für Chinesische Medizin und neue Gründung der Sino-German TCM Academy (SGTCM)

 

Eine Phase geht zu Ende, eine neue Phase beginnt

 

 

Vergangenes Wochenende feierte das Mercurius Kolleg für Chinesische Medizin sein 30-jähriges Bestehen. Das Institut wurde 1988 von Gerd Wiesemann gegründet und entwickelte sich über die letzten Jahre zu einer wichtigen Institution in Sachen Chinesische Medizin.

Mit der Gründung der TCM Academy Cologne (2010), die in enger Kooperation mit der Zhejiang Chinese Medical University (ZCMU) entstand, wurde ein erster Schritt zur Akademisierung der Chinesischen Medizin in Deutschland gemacht. 

Am Festtag wurden beide Institute zu der, in diesem Jahr neugegründeten, gemeinnützigen GmbH Sino-German TCM Academy (SGTCM) zusammengeführt. Mit der Unterzeichnung des Vertrages mit der AGTCM (Arbeitsgemeinschaft für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)), einer der größten und ältesten Akupunktur-Gesellschaften in Deutschland, ist die SGTCM nun auch eine der Kooperationsschulen (Ausbildungszentren) der AGTCM in Deutschland.

 

 

Eine Feier mit chinesischem Kulturprogramm

 

Die Feierlichkeiten begannen am Sonntagnachmittag. 

 

Eingeleitet wurde das Fest mit einem chinesischen Löwentanz. 

Unter donnernden chinesischen Trommeln und lauter chinesischer Musik tanzte und sprang der Löwe umher, um, wie es die chinesische Tradition versteht, schlechte Einflüsse zu vertreiben und Wohlstand und Erfolg zu bringen. 

 

Da der Löwe in China nicht heimisch ist, gilt er als ein mythologisches Wesen, ein Fabelwesen. Der Löwe ist ein „himmlisches“ Tier und es heißt, dass dort wo er sich zeigt, der Segen des Himmels gewährt wird. Mit dem Auftritt des „Löwen“, der ebenso als ein Symbol der Sonne zu verstehen ist, verschwanden plötzlich die Wolken am Himmel und die Sonne kam zum Vorschein. 

 

 

Obwohl die Natur schon seit Tagen auf Herbst eingestellt war und überall schon buntes Laub herum lag, wunderte es nun kaum noch, dass mehr oder weniger „plötzlich“ ein kleiner Birnbaum im Garten, noch die Früchte des Sommers tragend, binnen Stunden wie im Frühling erblühte. Unter blauem Himmel und den wärmenden Sonnenstrahlen konnte nun ein Kulturprogramm der etwas anderen Art, im Garten der Tombergerstraße 27 in Wormersdorf, stattfinden.

 

 

Das Fest-Programm war vielfältig und unterhaltsam, für alle Altersklassen. 

 

Eine junge chinesische Künstlerin spielte auf einem klassisch chinesischen Musikinstrument, der ´Guzheng´.  

 

 

 

Ein chinesisches Gedicht, mit chinesischen Kräuternamen wurde vorgetragen.

 

Ein Meister des ´Tai Ji Quan´ (Schattenboxen) verblüffte mit seinen Vorführungen und animierte Jung und Alt zum Mitmachen.

 

Unter den Augen eines multikulturellen Publikums tanzten zwei 9-jährige Damen Hip Hop. 

 

Eine chinesische Kalligraphie-Lehrerin zeichnete mit chinesischer Tusche kunstvolle Schriftzeichen und half den Teilnehmern des Festes, ihren eigenen Namen in chinesischen Lettern auf Reispapier zu bringen.

 

 

Die Chefin des Hauses wartete mit kulinarischen Genüssen auf, leckere Gerichte quer durch die verschiedenen Küchen des europäischen und chinesischen Kulturraums, unterstützt von einer Chinesin, die chinesische Dumplings offerierte.

 

 

Ein tibetisch buddhistischer Mönch (Lama) aus Butan beendete schließlich das Programm mit einer Medizin-Buddha-Zeremonie, segnete buddhistische Fahnen und gab eine kurze Einführung und Einweisung in den Buddhismus. Er zeigte wie man richtig sitz, wenn man meditieren möchte, um den Geist zur Ruhe zu bringen. 

Auch ermahnte er die Teilnehmer, egal wie widrig die Umstände z.B. durch ernste Erkrankungen auch sein mögen, die Hoffnung nie aufzugeben, immer positiv gestimmt zu sein und zu bleiben und die innere Batterie des Körpers wieder aufzuladen, um den „inneren Heiler“ nicht zu schwächen.

 

 

Alles in Allem war es ein gelungener und harmonischer Sonntagnachmittag!